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Sa. 21.10.2017, 19:00 - 22:00 Wien

Claude Debussy

Pelléas et Mélisande

Dirigent: Daniel Harding, Regie, Bühne und Licht: Marco Arturo Marelli
Mit Peter Rose, Janina Baechle, Bernard Richter, Simon Keenlyside, Christiane Karg

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Claude Debussy  |  Musik
  • Daniel Harding  |  Dirigent
  • Marco Arturo Marelli  |  Regie, Bühne und Licht
  • Dagmar Niefind  |  Kostüme

Peter Rose | Arkel

Peter Rose gab sein Operndebüt im Jahre 1986 als Commendatore (Don Giovanni) in Hong Kong im Zuge eines Gastspiels des Glyndebourne Festivals. Regelmäßige Auftritte führten ihn seither u. a. nach Aix-en-Provence, Paris, London, Rom, an die New Yorker Metropolitan Opera, nach Barcelona, an die Deutsche Oper Berlin, die Komische Oper Berlin, die Berliner Staatsoper, nach Sydney, an die Scottish Opera, nach Hamburg, Tokio, an das Royal Opera House Covent Garden in London, nach Chicago, San Francisco, Salzburg, Bregenz, München, Amsterdam und Dresden. Erfolge feierte er unter anderem als Bottom (A Midsummer Night’s Dream), Ochs, Gurnemanz, Osmin, Claggart, Ramfis, Mustafà, Philipp, Kezal, Basilio, Falstaff, Leporello, Walter (Luisa Miller), Daland, Silva (Ernani), Fasolt. Jüngste Engagements umfassen: Marke, Pogner Hunding, Gurnemanz, Osmin, Arkel an der Hamburgischen Staatsoper, Osmin, Ochs, Basilio an der Bayerischen Staatsoper, Ochs an der Semperoper in Dresden, La Roche und Daland am ROH Covent Garden. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1997 als Marke (Tristan und Isolde) und sang hier seither Claggart, Gremin, Rocco, Gurnemanz, Ochs und Sarastro.

Janina Baechle | Geneviève

JANINA BAECHLE studierte Musikwissenschaft, Geschichte und Gesang in Hamburg. Nach ihrem Bühnendebüt in Hamburg führten sie Festengagements an die Staatstheater Braunschweig und Hannover. 2004 / 2005 wurde sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und sang unter anderem Partien wie Mrs. Quickly (Falstaff), Herodias (Salome), Erda, Fricka, Waltraute (Ring des Nibelungen), Brangäne (Tristan und Isolde), Ulrica (Un ballo in maschera), Ortrud (Lohengrin), Brigitta (Tote Stadt), Annina (Rosenkavalier), Margret (Wozzeck), Mary (Fliegender Holländer), Marquise de Berkenfield (Fille du Régiment). Gastspiele führten sie unter anderem nach San Francisco, an die Semperoper Dresden, das Staatstheater Stuttgart, die Hamburgische Staatsoper, das Gran Teatre del Liceu, an das Théâtre du Capitole sowie an das Festspielhaus Baden-Baden und zum Edinburgh Festival. Aktuelle Auftritte als Mutter (Hänsel und Gretel) an der Bayerischen Staatsoper, Brangäne (Tristan und Isolde) an der Opéra National de Paris, Herodias (Salome), Fricka (Rheingold/Walküre) Jezibaba (Rusalka) und Brangäne in einer Neuproduktion an der Wiener Staatsoper, Azucena (Il trovatore) an der Volksoper Wien.

Bernard Richter | Pelléas

Der Tenor BERNARD RICHTER wurde in Biel (Schweiz) geboren, studierte in Neuchâtel und war Mitglied des Opernstudios
von Biel. Als Opernsänger war er unter anderem in der Titelpartie von Lullys Atys, als Belmonte, Don Ottavio, Ferrando,
Lucio Silla, Idomeneo, Tamino, Jaquino, Froh, Erik, Pelléas an Bühnen wie Opéra Bastille, Opéra de Lyon, Bayerische Staatsoper, Zürcher Oper, Théâtre des Champs-Elysées, Grand Théâtre de Genève, bei den Salzburger Festspielen, beim Verbier Festival, im Theater an der Wien, in Lausanne, Nancy zu erleben. Zu den kommenden Auftritten zählen unter anderem Des Grieux (Manon) in Genf, die Titelrolle in La clemenza di Tito am Teatro Real in Madrid, Don Ottavio an der Scala und am Opernhaus Zürich, Tamino mit dem Budapest Festival Orchestra in London, Berlin, Amsterdam und Baden-Baden, in der Matthäus-Passion im Wiener Konzerthaus, an der Hamburgischen Staatsoper. Als Konzertsänger trat er u.a. gemeinsam mit dem Gewandhausorchester, den Berliner Symphonikern, bei den Salzburger Pfingstfestspielen, in der Tonhalle Zürich, bei der styriarte Graz, an der Accademia di Santa Cecilia, in Paris, Straßburg auf.

Simon Keenlyside | Golaud

SIMON KEENLYSIDE wurde in London geboren und studierte Zoologie in Cambridge sowie Gesang in Manchester. Er erhält regelmäßig Einladungen nach Zürich, Barcelona, Madrid, an die Bayerische Staatsoper, nach Tokio, an die Metropolitan Ope­ra, zu den Salzburger Festspielen, die Scala, nach Ferrara, an das Londoner Royal Opera House Covent Garden oder an die Pariser Oper. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Conte d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Don Giovanni, Billy Budd, Pa­pageno (Die Zauberflöte), Jeletzki (Pique Dame), Marcello (La Bohème), Hamlet, Macbeth, Eugen Onegin, Posa (Don Carlo), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Pelléas (Pelléas et Mélisande), Wozzeck und Prospero in Thomas Adès‘ The Tempest. Simon Keenlyside ist auch als Konzertsänger überaus gefragt. An der Wiener Staatsoper debütierte Si­mon Keenlyside 1999 als Marcello (La Bohème) und sang hier am Haus am Ring seither – zum Teil in Premieren – auch Figaro (Il barbiere di Siviglia), Posa (Don Carlo), Conte d’Almaviva (Le nozze di Figaro), Giorgio Germont, die Titelpartien in Wozzeck, Billy Budd, Eugen One­gin, Macbeth, Don Giovanni, Rigoletto sowie Papageno.

Christiane Karg | Mélisande

Die in Feuchtwangen (Bayern) geborene Sopranistin CHRISTIANE KARG gab noch während ihres Studiums am Salzburger
Mozarteum ihr vielbeachtetes Debüt bei den Salzburger Festspielen. Erste Engagements führten Christiane Karg die Hamburgische Staatsoper sowie als Ensemblemitglied an die Oper Frankfurt, wo sie die wichtigen Rollen ihres Fachs sang:
darunter Susanna, Pamina, Servilia, Musetta, Zdenka, Mélisande. Sie gastierte an führenden Opernhäusern in Deutschland und im europäischen Ausland, darunter die Bayerische Staatsoper, die Komische Oper Berlin, das Theater an der Wien sowie an der Semperoper. Höhepunkte der letzten Zeit waren Kargs das Debüt am Royal Opera House Covent Garden als Pamina, die Mélisande, mit der sie an die Hamburgische Staatsoper zurückkehrte, das Debüt als Susanna an der Lyric Opera of Chicago, das Debüt an der Scala als Sophie (Rosenkavalier). Ihre Leidenschaft zum Liedgesang und zu kammermusikalischen Projekten pflegt die Sopranistin u.a. als künstlerische Leiterin ihres Festivals Kunstklang in ihrer Heimatstadt Feuchtwangen. Christiane Karg erhielt einen Echo Klassik und wurde mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet.

1. Akt

1. Szene: Golaud hat sich verirrt. Am Wasser trifft er auf eine fremde Frau. Die zutiefst Verstörte verweigert zunächst  jede Hilfe und gibt nur zögernd ihren Namen preis: Mélisande. Eine Krone im Wasser erinnert an ihre Vergangenheit. Golaud will sie herausholen, doch Mélisande droht, sich umzubringen. Als Golaud ihr dann gesteht, auch er fühle sich verloren, willigt sie ein, ihn zu begleiten.

2. Szene: Sechs Monate später in Allemonde. Pelléas hat von seinem Halbbruder Golaud einen Brief erhalten, in welchem er mitteilt, dass er Mélisande geheiratet hat. Falls die Familie dies nicht akzeptieren wolle, werde er nicht mehr nach Allemonde zurück kehren. Golaud befürchtet, dass sein Großvater, der greise Arkel dieser Ehe nicht zustimmt, da er für seinen Enkel andere Heiratspläne verfolgt. Geneviève, die Mutter von Pelléas und Golaud, liest nun diesen Brief dem halbblinden Patriarchen vor. Nur zögernd willigt dieser ein. Pelléas möchte Allemonde verlassen, um dem Hilferuf seines im Sterben liegenden  Freundes zu folgen. Da auch der Vater von Pelléas erkrank ist, untersagt ihm Arkel diese Reise.

3. Szene:  Mélisande ist mit Golaud in Allemonde angekommen. Sie beklagt die bedrückende Dunkelheit. Geneviève sagt ihr, dass auch sie sich damit hatte abfinden müssen. Zusammen suchen sie die Helligkeit des Meeres. Pelléas gesellt sich zu ihnen und mit ihm glaubt Mélisande jenes Schiff zu sehen, welches sie hergebracht hat. Es sticht trotz des aufkommenden Sturms wieder in See. Pelléas spricht von seiner möglichen Abreise

 

2. Akt

1. Szene: Pelléas führt Mélisande zu einer Quelle, die einstmals Wunderkräfte besaß und fragt sie nach ihrer Beziehung zu Golaud aus. Mélisande weicht seinen Fragen mit einem Spiel aus. Dabei fällt ihr Ehering ins tiefe Wasser.  Mélisande ist über den Verlust beunruhigt, doch Pelléas rät ihr, Golaud die Wahrheit zu sagen.

2. Szene: Zur selben Stunde hat Golaud einen Unfall erlitten. Mélisande pflegt ihn und offenbart ihm, wie unglücklich sie in Allemonde sei. Golaud hält ihr Unwohlsein für eine Begleiterscheinung ihrer Schwangerschaft. Als er tröstend ihre Hände nimmt, entdeckt er das Fehlen des Ringes. Mélisande lügt ihm vor, sie habe den Ring in einer Grotte, beim Muschelsuchen für den kleinen Yniold, Golauds Sohn aus erster Ehe, verloren. Golaud zwingt sie, den Ring noch in dieser Nacht zu suchen, Pelléas soll sie begleiten.

3. Szene: Pelléas führt Mélisande in eine Grotte, damit sie später Golaud die Suche nach dem Ring beschreiben könne. Als die Beiden dort auf alte Bedürftige, Opfer einer Hungersnot treffen,  drängt Mélisande zur Umkehr.

 

3. Akt

1. Szene: Mélisande träumt mit einem Lied vor sich hin.  Pelléas kommt, um von ihr Abschied zu nehmen. Mélisande bittet ihn, noch nicht abzureisen. Pelléas beginnt ein zunächst unschuldiges Spiel mit ihren Haaren, Mélisande lässt ihn gewähren. Als sich Pelléas leidenschaftlich in ihren Haaren verfängt, überrascht Golaud die beiden und tadelt sie wegen den "Kindereien".

2. Szene: Golaud führt Pelléas zu den Zisternen des Todes. Erschauernd flieht Pelléas die unheimliche Stätte.

3. und 4. Szene:  Der Dunkelheit entronnen begegnet Pelléas erneut Mélisande. Golaud warnt ihn nochmals, er möge Mélisande künftig meiden. Vor Eifersucht getrieben, versucht Golaud seinen kleinen Sohn Yniold über die Beziehung von Pelléas und Mélisande zu verhören. Er will den Knaben zwingen, Mélisande und Golaud zu bespitzeln.

4. Akt,

1. und 2. Szene: Pelléas berichtet Mélisande, dass sein Vater endlich wieder gesund sei. Dieser habe ihn beschworen, sofort abzureisen. Beide verabreden sich zu einem letzten Treffen. Arkel ist glücklich über die Genesung von Pelléas' Vater und hofft, dass nun für die hochschwangere Mélisande wie auch für die ganze Familie eine glücklichere Zeit anbrechen wird. Neidisch demütigt Golaud Mélisande und misshandelt sie, bis Arkel versucht, ihn zur Vernunft zu bringen.

3. und 4. Szene: Yniold sucht nachts nach seinem Spielzeug. Er wird gewahr, dass die Schafe gestorben sind. Pelléas und Mélisande gestehen sich ihre Liebe. Als die Tore geschlossen werden, sind sie bereit zur gemeinsamen Flucht. Golaud vereitelt dies, indem er Pelléas tötet und Mélisande verletzt.

5. Akt:

Mélisande ist durch die vorzeitige Geburt ihres Kindes, einer Tochter, geschwächt. Golaud unternimmt einen letzten Versuch, von ihr die Wahrheit zu erfahren. Vergeblich.