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Fr. 08.12.2017, 16:00 - 17:45 Wien

Richard Strauss

Elektra

Dirigent: Ingo Metzmacher, Regie: Uwe Eric Laufenberg
Mit Waltraud Meier, Elena Pankratova, Gun-Brit Barkmin, Norbert Ernst, Johan Reuter

 
Besetzung
Inhaltsangabe
Galerie
Trailer
  • Richard Strauss  |  Musik
  • Ingo Metzmacher  |  Dirigent
  • Uwe Eric Laufenberg  |  Regie
  • Rolf Glittenberg  |  Bühne
  • Marianne Glittenberg  |  Kostüme
  • Andreas Grüter  |  Licht

Ingo Metzmacher | Dirigent

INGO METZMACHER begann seine Laufbahn in Frankfurt beim Ensemble Modern sowie an der Brüsseler Oper. Von 1997 bis 2005 war er Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper, danach Chefdirigent an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam und von 2007 bis 2010 Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Seit 2016 ist er Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen in Hannover. In den letzten Jahren stand er im Zentrum international beachteter Aufführungen von Musiktheaterwerken Luigi Nonos, Bernd Alois Zimmermanns, Harrison Birtwistles und Wolfgang Rihms bei den Salzburger Festspielen und trat regelmäßig am Royal Opera House in London, dem Opernhaus Zürich, der Mailänder Scala, der Opéra National de Paris, der Niederländischen Nationaloper und an der Berliner Staatsoper auf. Zudem gab er zahlreiche Konzerte mit weltweit führenden Orchestern. An der Wiener Staatsoper debütierte Ingo Metzmacher 2009 als Dirigent von Lady Macbeth von Mzensk und dirigierte hier weiters Parsifal, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny und Jenůfa.

Waltraud Meier | Klytämnestra

KS Waltraud Meier wurde in Würzburg geboren. Nach der Matura studierte sie zunächst Anglistik und Romanistik, nahm aber gleichzeitig auch Gesangsunterricht. 1976 entschied sich Waltraud Meier ganz für ihre sängerische Laufbahn und debütierte an der Würzburger Oper als Lola (Cavalleria rusticana). Ihr internationales Debüt gab Waltraud Meier 1980 am Teatro Colón in Buenos Aires als Fricka in der Walküre. Mit ihrem triumphalen Erfolg als Kundry in Wagners Parsifal begann 1983 bei den Bayreuther Festspielen ihre Weltkarriere, die sie in regelmäßigen Abständen an das Covent Garden, die Met, die Scala, die Opéra National de Paris und an die Bayerische Staatsoper führt. Heute gilt Waltraud Meier als eine der international bedeutendsten Wagnersängerinnen unserer Zeit. Aber auch im italienischen und französischen Fach ist die ebenso stimmlich wie darstellerisch ausdrucksstarke Sängerin weltweit als Eboli, Amneris, Didon, Carmen und Santuzza gefragt. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 1987 als Kundry. Weitere Partien im Haus am Ring waren u. a. Amneris, Komponist, Carmen, Ortrud, Sieglinde, Leonore, Isolde, Venus, Kundry, Eboli, Santuzza.



Elena Pankratova | Elektra

Die russische Sopranistin wurde in Jekaterinburg geboren und in ihrer Heimatstadt sowie am Staatlichen Konservatorium in St. Petersburg ausgebildet. 2016 gab sie ihr sensationelles Debüt als Kundry (Parsifal) bei den Bayreuther Festspielen und wiederholte ihren Erfolg 2017. Der internationale Durchbruch gelang ihr 2010 mit der Partie der Färberin (Die Frau ohne Schatten) beim Maggio Musicale Fiorentino, eine Partie, die sie auch an der Scala, am Teatro Colón in Buenos Aires, an der Bayerischen Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden und an der Dänischen Oper sang. Gleichermaßen im deutschen Fach (mit Partien wie Elektra, Fidelio-Leonore, Sieglinde, Ortrud, Senta und Venus ist sie auch im italienischen Fach (als Turandot, Tosca, Odabella, Santuzza, Maskenball-Amelia oder Forza-Leonora international erfolgreich und tritt an bedeutenden Opernhäusern in Amsterdam, Neapel, Brüssel, Berlin, Tokio wie auch am Mariinskij- Theater oder an der Semperoper auf. Seit Oktober 2015 kombiniert die Ausnahmesopranistin ihre Bühnenkarriere mit einer Gesangsprofessur an der Kunstuniversität in Graz. An der Wiener Staatsoper debütierte sie im Februar 2017 als Turandot.

Monika Bohinec | 1. Magd

Die slowenische Mezzosopranistin MONIKA BOHINEC studierte Gesang am Mozarteum in Salzburg und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Ihr Operndebüt gab sie 2006 als Clarissa (Die Liebe zu den drei Orangen) an der Slowenischen Staatsoper. In den Spielzeiten 2009/2010 und 2010/2011 war sie Ensemblemitglied des Nationaltheaters Mannheim, wo sie u.a. als Carmen, Giulietta, Suzuki und Ulrica zu hören war. Seit der Saison 2010/2011 ist sie Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper, wo sie bisher bereits unter anderem als Lola, Fenena, Suzuki, Marcellina, Ulrica, Fremde Fürstin (Rusalka) und Erste Norn zu hören war. Jüngste Gastspiele führten sie als Magdalena (Meistersinger) zu den Salzburger Festspielen. Im Jänner 2014 gab sie einen Liederabend im Wiener Musikverein. Im Juni 2014 gab sie ihr Debüt als Amneris in einer Premierenproduktion am Münchner Theater am Gärtnerplatz. Gastengagements in vergangenen Spielzeiten umfassen Suzuki in Maribor, Principessa di Bouillon (Adriana Lecouvreur) in Rijeka, Walküre in Frankfurt und Czipra (Zigeunerbaron) bei den Seefestspielen Mörbisch. In Juni 2015 singt sie unter anderem auch mit Royal Philharmonic Orchestra in Royal Albert Hall in London.

Gun-Brit Barkmin | Chrysothemis

GUN-BRIT BARKMIN studierte am Konservatorium Rostock und setzte ihr Studium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden fort. Nach Engagements in Freiberg und Wien wurde sie im Jahr 2000 Ensemblemitglied an der Komischen Oper Berlin. Die Verkörperung darstellerisch anspruchsvoller Charakterrollen wie Marie in Berlin und Cardiff, Salome am Opernhaus Zürich, Elsa (Lohengrin) und Chrysothemis (Elektra) in Leipzig, sowie Queen Elizabeth I in Brittens Gloriana und Emilia Marty (Die Sache Makropulos) in Prag ist zu einem wichtigen Bestandteil ihres Repertoires geworden. Weitere Interpretationen umfassen Ellen Orford (Peter Grimes) an der Deutschen Oper am Rhein, Laura (Hindemiths Neues vom Tage) in Ancona, Bianca (Eine Florentinische Tragödie) in Toronto und Mimì (La Bohème) in Seattle. Weiters gestaltete sie u.a. Marie (Wozzeck), Alice Ford (Falstaff), Rosalinde (Die Fledermaus), Amelia (Aribert Reimanns Bernarda Albas Haus), Sylvia Varescu (Die Csárdásfürstin), Ghita (Der Zwerg). Zuletzt war sie etwa in Leipzig, Zürich, bei den Salzburger Festspielen zu hören. An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2013 als Ellen Orford (Peter Grimes) und sang auch noch Salome und Sieglinde. 

Norbert Ernst | Aegisth

NORBERT ERNST studierte in Wiener Neustadt bei Gerd Fussi und in Wien bei KS Robert Holl. Wichtige Impulse erhielt er au­ßerdem durch Meisterkurse bei Kurt Equiluz und Walter Berry. Sein erstes Engagement führte ihn 2002 als Ensemblemitglied an die Deutsche Oper am Rhein-Düsseldorf, wo er u. a. sein erfolgreiches Debüt als David gab. Gastspiele führten den jungen österreichischen Tenor u.a. an die Wiener Volksoper, nach Genf, an die Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Bay­erische Staatsoper, nach Monte Carlo, an die Opéra National Paris, an die Nederlandse Opera in Amsterdam, an das Liceu in Barcelona. Seit 2004 erhält er regelmäßig Einladungen zu den Bayreuther Festspielen. 2013 wirkte er dort u.a. in einer Neuproduktion im Ring des Nibelungen als Loge mit. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2008 als David. Seit 2010 ist er Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper und sang hier u.a. Steuermann, Kudrjáš, Tamino, Elemér, Jack O’Brien, Triquet, Tanzmeister, Narraboth, Aegisth, Alfred, Jaquino, Andres, Loge.

 

Johan Reuter | Orest

JOHAN REUTER studierte an der Königlichen Musikakademie und an der Akademie der Königlichen Oper seiner Heimatstadt Kopenhagen und nahm an Meisterkursen von Ernst Haefliger, Anthony Rolfe Johnson und Richard Trimborn teil. Seit 1996 ist er Ensemblemitglied der Oper von Kopenhagen. Auftritte führten ihn in Hauptrollen u.a. an die New Yorker Met, zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen, nach München, Berlin, London, Hamburg, Zürich, Madrid, Amsterdam, Paris, Budapest. 2017 standen u.a. Dead Man Walking, Rigoletto und La Fanciulla del West in Kopenhagen, Elektra in München, Henzes Elegie für junge Liebende am Theater an der Wien, in München, Brahms’ Vier ernste Gesänge in der Bearbeitung von Glanert mit den Wiener Philharmonikern in Wien und Hamburg, Gurre-Lieder in Manchester und ein Recital in der Londoner Wigmore Hall auf dem Programm des dänischen Bass-Baritons. 2018 folgen Aus einem Totenhaus in London, Otello in Kopenhagen und Wozzeck an der Deutschen Oper Berlin, 2019 ist u.a. eine Neuproduktion Das Rheingold in Madrid geplant.
 

Ryan Speedo Green | Pfleger des Orest

RYAN SPEEDO GREEN stammt aus Suffolk (Virgina) in den Vereinigten Staaten und studierte an der Florida State University und an der Hartt School of Music. Er ist mehrfacher Preisträger von Gesangswettbewerben und absolvierte in den letzten Jahren das begehrte Lindemann Young Artists Development Program der New Yorker Metropolitan Opera. In der Spielzeit 2013/2014 sang er an der Metropolitan Opera den Onkel Bonzo in Madama Butterfly und den Schließer in Tosca. In den Jahren davor war er an der Met als Mandarin in Turandot sowie in Parsifal zu erleben. Weitere Partien seines Repertoires umfassen u.a. Basilio (Il barbiere di Siviglia), Don Profondo (Il viaggio a Reims), Commendatore (Don Giovanni), Colline (La Bohème), Don Magnifico (La cenerentola). Auf dem Konzertpodium sang Ryan Speedo Green u.a. in Händels Messias, in Mozarts Requiem, in Beethovens 9. Symphonie, in Verdis Requiem, in Mozarts Krönungsmesse. In der Spielzeit 2014/2015 wird er als Rambo in Death of Klinghoffer erneut an die Metropolitan Opera zurückkehren. Ab September 2014 ist er Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper  und sang hier unter anderem Fouquier Tinville (Andrea Chénier), Mönch (Don Carlo), Basilio (Il barbiere di Siviglia), Pope (Lady Macbeth von Mzensk), Sparafucile (Rigoletto), Titurel, Angelotti (Tosca), König (Aida).

Zoryana Kushpler | Schleppträgerin

Zoryana Kushpler ist im ukrainischen Lviv (Lemberg) geboren. Mit fünf Jahren lernte sie bei ihrer Mutter Klavier, wechselte aber später zur Violine. Ab 1993 studierte sie in der Klasse ihres Vaters an der Musik Hochschule in Lviv Gesang. 1998 wechselte sie an die Musikhochschule Hamburg.



Auftritte führten sie unter anderem nach Zürich, Genf, Venedig, Mailand, Florenz, Hamburg, Berlin, London und nach Bern, wo sie in 2004 -2006 Ensemblemitglied des Stadttheaters war. Sie gestaltete dort u. a. Rollen wie Sesto (Giulio Cesare) oder Preziosilla (Forza del destino). Sie sang Adelaide (Arabella) an der Oper Graz und Carmen, Giulietta (Contes d’Hoffmann), Maddalena (Rigoletto) und Prinz Orlofsky an der Volksoper.



An der Wiener Staatsoper debütierte sie 2007 als Adelaide. Sie war hier weiters unter anderem als Polina und Daphnis (Pique Dame), Olga (Eugen Onegin), Giulietta (Les Contes d'Hoffmann), Fenena (Nabucco), Suzuki (Madama Butterfly), Ulrica (Un ballo in maschera), Prinz Orlofsky (Die Fledermaus) und Preziosilla (La forza del destino) zu erleben.


Rollen an der Wiener Staatsoper 2013/ 2014: u. a. Smeton, Orlofsky, Lola, Marthe, Fenena.

Benedikt Kobel | Junger Diener

BENEDIKT KOBEL stammt aus Wien und studierte an der Hoch­schule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Gastspiele führten ihn an die Semperoper, nach Leipzig, Köln, Frankfurt, an das Gärtnerplatztheater, die Zürcher Oper, die Grazer Oper, zum Festival dei Due Mondi in Spoleto, an die Arena di Verona und die Wiener Volksoper. An der Wiener Staatsoper debütier­te Benedikt Kobel 1986 als 1. Gondoliere (La gioconda). Es folgten hier u. a. Arturo (Lucia di Lammermoor), Kunz Vogel­gesang (Die Meistersinger von Nürnberg), Raffaele (Stiffelio), Narraboth (Salome), Steuermann (Fliegender Holländer), Malcolm (Macbeth), Don Curzio (Le nozze di Figaro), Valzacchi (Der Rosenkavalier), Henry (Die schweigsame Frau), Don Gaspar (La Favorite), Oloferno (Lucrezia Borgia), Spoletta (Tosca), Andres (Wozzeck), Dr. Blind (Die Fledermaus), Abdallo (Nabucco), Monostatos und 1. Priester (Zauberflöte), Goro (Madama Butterfly), Rodrigo (Otello), Tschaplitzki (Pique Dame), Jaquino (Fidelio), Ed­mondo (Manon Lescaut), Missail (Boris Godunow), Cajus (Falstaff) und Schmidt (Werther). 

Margarita Gritskova | 2. Magd

MARGARITA GRITSKOVA wurde 1987 in St. Petersburg gebo­ren. Sie lernte neben Gesang auch Klavier in ihrer Heimat­stadt, später studierte sie am St. Petersburger Konservatori­um. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, u. a. beim Luciano Pavarotti-Wettbewerb in Modena und beim Concurso Internacional de Canto Villa de Colmenar in Spanien. 2010 war sie Finalistin beim Operalia-Wettbewerb. Margerita Gritskova war u. a. als Carmen unter der Leitung von Mariss Jansons in St. Petersburg zu hören; darüber hinaus sang sie beim Festival de Ópera de Tenerife in Salome und gestaltete Cherubino beim Sommerfestival in St. Moritz, Rosina an der Ungarischen Staatsoper, Olga an der Opera de Quebec. 2009/2010 wurde Mar­garita Gritskova Ensemblemitglied am Nationaltheater Weimar, wo sie Partien wie Cherubino, Flora, Maddalena, Ottone, Bradamante, Marthe, Carmen und Olga übernahm. An der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie ist, debütierte sie 2012 als Tebaldo (Don Carlo) und sang hier seither u. a. noch Fjodor, Cherubino (Japan-Gastspiel der Wiener Staatsoper), Dry­ade, Tisbe, Bersi, Rosina, Dorabella, Angelina. 

 

Portrait Margarita Gritskova

Ulrike Helzel | 3. Magd

Die in Magdeburg geborene Mezzosopranistin Ulrike Helzel erhielt ihre Gesangsausbildung an der Leipziger Musikhochschule. An der Deutschen Oper Berlin war sie viele Jahre Ensemblemitglied. Hier sang sie Cherubino in Le nozze di Figaro, Fuchs in Das schlaue Füchslein, Hänsel in Hänsel und Gretel, Siébel in Gounods Faust, Orpheus in Orpheus und Euridice und Octavian in Der Rosenkavalier.

Ab Herbst 2012 ist sie Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper. Seit 2006 gastiert die Künstlerin bei den Bayreuther Festspielen, zunächst als Wellgunde im Ring und seit 2008 im Parsifal als Blumenmädchen und Knappe. Ulrike Helzel gastierte unter anderem Theater Basel, an der Komischen Oper, der Semperoper (Titelpartie Carmen), dem Nationaltheater Weimar, dem Opernhaus Halle, der Opéra de Lyon, der Opéra La Monnaie Brüssel, der Bayerischen Staatsoper München, der Nederlandse Opera Amsterdam, beim Festival de Canarias, bei den Dresdner Musikfestspielen.

An der Wiener Staatsoper debütierte sie im Jahr 2011 und sang Wellgunde (Rheingold, Götterdämmerung), Zweite Norn (Götterdämmerung), Siegrune (Walküre).

Marcus Pelz | Alter Diener

MARCUS PELZ wurde in Stuttgart geboren, studierte Sologe­sang, Lied und Oratorium, klassische Operette sowie das Fach Alte Musik am Konservatorium der Stadt Wien und absolvierte die Opernschule der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Erste Engagements am Landestheater St. Pöl­ten, an der Wiener Kammeroper (1995-1997) und der Neuen Oper Wien legten den Grundstein für seine Verpflichtung an die Wiener Staatsoper (seit 1999 als Ensemblemitglied). Gas­tengagements führten ihn u.a. in der Titelpartie von Wozzeck an das Teatro Avenida in Buenos Aires und zu dem Maggio Musicale in Florenz mit dem Rosen­kavalier. Sein Repertoire im Haus am Ring umfasst mehr als achtzig Partien u. a. Hermann, Gregorio, Schaunard, Notar u. Polizeikommissar, Kothner und Konrad Nachtigall, Sprecher u. 2. Priester, Antonio, Phorbas, Angelotti, Donald, Gualtiero Raleigh, Alessio, Masetto, Haly, Johann, 1. Schäfer, Albert, Altgesell und Saretzki. Sehr beliebt beim jungen Publikum sind sei­ne Auftritte im Rahmen der Kinderoper-Vorstellungen auf dem Dach der Wiener Staatsoper.

Simina Ivan | Vertraute

SIMINA IVAN wurde in Temesvar, Rumänien, geboren und ab­solvierte eine Gesangsausbildung an der Musikakademie in Bu­karest. Sie lernte u. a. bei Magda Ianculescu, KS Ileana Cotru­bas, in den letzten 18 Jahren wurde sie von KS Margarita Lilowa betreut. Schon während ihres Studiums sang sie zahlreiche Rollen am Bukarester Operettentheater und gewann mehre­re Preisen bei internationalen Gesangswettbewerben in Paris, Toulouse, Coburg, Nantes, Bukarest. Von 1990 bis 1994 sang sie an der rumänischen Nationaloper Bukarest. Im September 1994 debütierte sie an der Volksoper als Lauretta in Gianni Schicchi, wo sie auch Rollen wie Pamina, Marguerite, Ophélie, Leila, Norina, Gretel sang. Neben ihrer Konzerttätigkeit gastiert sie u. a. auch an Opernhäusern in Hamburg, Dresden, Zürich, Berlin, London. 2003 wurde sie vom rumänischen Staatspräsidenten zum Offizier des Meritul cultural-Ordens ernannt. Am Haus am Ring debütierte sie im Dezember 1994 als Olga in Fedora. Es folgten seitdem Rollen wie Oscar (Un ballo in maschera), Najade (Ariadne auf Naxos), Rosina, Musetta, Konstanze, Aminta, Adele und Rosalinde, Adina, Eudoxie, Antonia, Despina, Pamina und Lisa (La sonnam­bula).   
 

Caroline Wenborne | 4. Magd

CAROLINE WENBORNE wurde in Sydney geboren und studier­te Gesang am Konservatorium ihrer Heimatstadt. Sie war Siege­rin bei zahlreichen Gesangswettbewerben und war 2005/2006 Mitglied des Opernstudios Köln. Zu ihrem Repertoire zählen Partien wie Contessa (Le nozze di Figaro), Fiordiligi (Così fan tutte), Antonia (Les Contes d’Hoffmann), Donna Anna (Don Giovanni), Desdemona (Otello), Alice Ford (Falstaff) und Ru­salka. In 2006/2007 war sie Stipendiatin der Opera Foundation Australia an der Wiener Staatsoper, wo sie 2007 als Giannetta (L’elisir d’amore) debütierte; im selben Jahr erhielt sie die Eberhard Waechter-Medaille. Seit der Saison 2007/2008 ist Caroline Wenborne Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Sie sang hier u. a. Fiordiligi (Così fan tutte), Donna Anna (Don Giovanni), Javotte (Manon), Mascha und Chloë (Pique Dame), Gerhilde (Walküre), Freia (Das Rheingold), Gutrune und Dritte Norn (Götterdämmerung), Freia (Das Rheingold), Isotta (Die schweigsame Frau). Weitere Verpflichtungen führten die Sängerin u.a. an die Victoria Opera Australia, wo sie als Donna Anna zu hören war. 
 

Donna Ellen | Aufseherin

DONNA ELLEN stammt aus Kanada und studierte Gesang an der Wilfrid Laurier University ihrer Heimat. Zwei Saisonen sang sie an der Canada Opera Piccola unter der Obhut von Leopold Simoneau und Pierrette Alarie, bevor sie an das Opernstudio Zürich wechselte. 1987 wurde sie an das Landestheater Linz en­gagiert, wo sie Partien wie die Königin der Nacht, Blonde, Zer­lina gestaltete oder in der Uraufführung von Balduin Sulzers Proteus sang. Auftritte absolvierte sie u. a. in Stuttgart, Genf, Berlin, Bad Ischl, im Musikverein und Konzerthaus. 2004 debü­tierte sie an der Volksoper. Ihr Debüt an der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglied sie ist, gab sie 2003 als Helmwige. Seither sang sie hier u. a. die Marzellina (Barbiere di Siviglia), Axinja (Lady Macbeth von Mzensk), Leitmetzerin (Rosenkavalier), Annina (Traviata), Curra (Forza del destino), Brünnhilde (Nibelungenring für Kinder), Königin (Traumfresserchen), Berta (Pünktchen und Anton), Marcellina (Nozze di Figaro), Fekluša (Kátja Kabanová), Kar­tenaufschlägerin (Arabella), Aufseherin (Elektra), Dirne (Aus einem Totenhaus), Giovanna (Rigoletto). 
 

Ildikó Raimondi | 5. Magd

KS ILDIKÓ RAIMONDI stammt aus Arad, Rumänien, erhielt dort ihre musikalische Ausbildung und schloss ihr Gesangs­studium in Italien bei Flaviano Labo und Carlo Bergonzi ab. Auftritte absolvierte und absolviert sie in Dresden, München, Berlin, Valencia, Zürich, Helsinki sowie bei den Festspielen in Salzburg, Edinburgh, Ludwigsburg, Bregenz und den Wiener Festwochen. Seit 1991 ist sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Sie debütierte hier im November 1991 als Sophie (Rosenkavalier). Es folgten unter anderem Marzelline (Fide­lio), Zdenka (Arabella), Pamina (Zauberflöte), Antonia (Contes d’Hoffmann), Micaëla (Car­men), Susanna (Nozze di Figaro), Adele und Rosalinde (Fledermaus), Hanna Glawari (Lustige Witwe), Nedda (Pagliacci), Lauretta (Gianni Schicchi), Mimì und Musetta (Bohème), Alice (Falstaff), Dame (Cardillac), Donna Elvira (Don Giovanni). Sie wirkte 2005 beim Festkonzert 50 Jahre Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper wie auch bei den Gastspielen nach Asien (2007), Japan (2008), Garmisch- Partenkirchen (2009) mit. 2004 wurde ihr der Titel Österrei­chische Kammersängerin verliehen. 

Rollen an der Wiener Staatsoper 2014/2015: u.a. Rosalinde, 3. Norn, Gerhilde.

Vorgeschichte
Agamemnon, König von Mykene, und seine Gattin Klytämnestra haben vier Kinder: Iphigenie, Elektra, Chrysothemis und Orest. Als die griechische Flotte gegen Troja auslaufen will, wird sie von einer Windstille zurückgehalten. Agamemnon muss seine Tochter Iphigenie der Göttin Artemis opfern, damit sie günstige Bedingungen für die Seefahrt gewährt. Klytämnestra wird dies ihrem Gatten nie verzeihen. Während Agamemnons Abwesenheit im Kampf um Troja bindet sich Klytämnestra an Aegisth. Als Agagmemnon heimkehrt, bereiten ihm Klytämnestra und Aegisth heuchlerisch einen freudigen Empfang. Im Bad erschlagen sie den Wehrlosen mit einer Axt. Nach dem Mord an ihrem Vater hat Elektra ihren jungen Bruder Orest in Sicherheit bringen können. Sie selbst hegt nur einen Gedanken: den Mord zu rächen.

Handlung
Elektra hat sich von der Gesellschaft und vor allem von Aegisth und Klytämnestra losgesagt und lebt vereinsamt dahin, gedanklich gekettet an Agamemnon. Unbeugsam nährt sie ihren Hass, baut sie auf Orests Rückkehr als Rächer. Die fünf Mägde, bewacht von der Aufseherin, kommentieren Elektras Verhalten: gehässig, prahlerisch, ängstlich; nur die jüngste tritt für Elektra ein und wird darum gezüchtigt.
Elektra beschwört Agamemnon und berauscht sich an ihren Blut-Visionen. Chrysothemis unterbricht Elektras Monolog und warnt ihre Schwester: Aegisth und Klytämnestra planen sie in einen Turm einzukerkern. Als Chrysothemis andeutet sich mit den Mächtigen arrangieren zu wollen, um ihre Wünsche nach Mutterschaft verwirklichen zu können, wird sie von Elektra höhnisch in die Schranken gewiesen.
Die ruhelose Klytämnestra sucht, gequält von den Erinnerungen und von Angstträumen, eine Aussprache mit Elektra und erhofft sich von ihr Auskunft, durch welche Blutopfer und Bräuche ihr Linderung zu Teil würde. Elektra antwortet ihr hinhaltend, rätselhaft, hintersinnig und ängstigt ihre Mutter durch Fragen nach Orest. Als jedoch Klytämnestra von ihrer Vertrauten eine Neuigkeit überbracht wird, weicht ihr Grauen einem offensichtlichen Triumphgefühl. Elektra ist irritiert, bis sie den Inhalt der Nachricht von Chrysothemis erfährt - ihr gemeinsamer Bruder Orest ist tot. Elektra will dies nicht wahrhaben, muss dann doch dem Botenbericht Glauben schenken und entschließt sich die Rache selbst auszuführen. Chrysothemis soll ihr dabei helfen. Mit Zärtlichkeit und Zeichen der Zuneigung versucht Elektra ihre jüngere Schwester für ihren Mordplan an Klytämnestra und Aegisth zu gewinnen. Aber Chrysothemis entzieht sich ihrer Schwester – und wird von dieser verflucht. Nun ist Elektra entschlossen, die Tat allein zu vollbringen. Doch da kommt ein Fremder, der sich als Bote ausgibt und Klytämnestra den Tod Orests melden soll. Elektras Verzweiflung bewegt ihn, nach ihrem Namen zu fragen. Dann erst gibt er sich als ihr Bruder zu erkennen – als Orest! Elektra drängt ihn zum Rache-Mord, den Orest eilig auszuführen gelobt.
Allein zurückgeblieben harrt Elektra auf das Weitere … Die Todesschreie Klytämnestras und die Verwirrung der Mägde geben ihr Gewissheit, dass ein Teil der Rache vollstreckt wurde.
Aegisth, von Dienern herbeigeholt, will selbst die Botschaft von Orests Tod hören. Schmeichlerisch geleitet ihn Elektra dahin, wo sie den Rächer weiß, der ihn wenig später tötet.
Von der endlich ausgeführten Rache erfüllt, beginnt Elektra einen letzten ekstatischen Tanz …